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08_2016 – Die Kapuzinerkresse

Die Kapuzinerkresse

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Die Kapuzinerkresse, auch genannt Gelbes Vögerl, Kapuzinerli, Kapernblume, Salatblume oder großindische Kresse ist eine vielseitig einsetzbare Pflanze.
Ihren Namen bekam sie aufgrund ihres Aussehens und Wesens. So erinnert der Blütensporn an die Kopfbedeckung der Kapuzinermönche und das Wort „Kresse“ bezieht sich auch das lateinische Wort „crescere“, was so viel wie wachsen bedeutet. Kresse im Allgemeinen wächst sehr schnell.
Der holländische Naturforscher Bewerding brachte sie 1684 nach Europa. Sie wurde in Klostergärten angebaut und gegen Skorbut eingesetzt. Vorher kannte man sie nur in Südamerika. Es wird angenommen, dass bereits die Inkas die Pflanze als Heilmittel verwendeten.
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2013 wurde die Kapuzinerkresse Arzneipflanze des Jahres.
Ihr wurde eine antibakterielle Wirkung nachgewiesen, sodass sie vielseitig einsetzbar ist. Beispielsweise bei Harnwegs- oder Atemwegsinfekten, Nasennebenhöhlenentzündungen, grippalen Infekten oder Bronchitis. Zudem wirkt sie sich positiv bei der Wundheilung aus. Um offene Wunden zu behandeln werden die Blätter auf die betroffenen Stellen gelegt. Tee aus zerriebenen Blättern lindert Erkältungsbeschwerden.
Auch in der TCM (traditionellen chinesischen Medizin) findet sie Anwendung. Dort wird sie bei leichten Depressionen und Antriebslosigkeit, sowie bei Infektionen der Atem- und Harnwege verwendet.

 

 

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Auch in der Küche findet die Pflanze Einsatz. Sowohl Blätter, Blüten als auch Knollen können verwendet werden. Die Knollen der Kapuzinerkresse können gekocht oder getrocknet verzehrt werden. Sie enthalten wenig Kohlenhydrate und viel Vitamin C. Salate werden oftmals mit Blüten verfeinert.
Alle Pflanzenteile haben einen leicht scharf, würzigen Geschmackt, der etwas an Gartenkresse erinnert. Diese Kressearten sind allerdings nicht miteinander verwandt. Grund der Schärfe sind die Senfölgykoside. Weiter Inhaltsstoffe zu den genannten Senfölgykoside und Vitamin C sind Enzyme, Schwefel, Jod, Myrosin, Oxalsäure und ätherische Kresseöle.
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Die Blätter und Blüten Kapuzinerkresse werden von Schildkröten sehr gern gefressen. Aufgrund des hohen Anteils an Senfölglykosiden und Oxalsäure sollte diese nur in Maßen als „Leckerli“ gefüttert werden.

 

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