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10_2016 – DER GIERSCH

Der Giersch

 

Der Giersch ist eine unverwüstliche Pflanze, welche den Frühling ankündigt, denn wenn die grünen Teppiche erscheinen, lässt dieser auch nicht mehr lange auf sich warten.

 

Man findet ihn in Gärten und Parks, an lichten Laubwäldern und Wegrändern. Wo er einmal wächst, ist er schwer wieder zu entfernen.

 

Den Giersch kennt man auch unter andere Namen wie, Bodenholunder, Geißblatt, Erdholler, Dreiblatt, Hinfuss, Zaungiersch, Podagrakraut, Zipperleinskraut, Schneckenkraut oder Geißfuß.

 

Der Geschmack dieser Pflanze erinnert an eine Mischung aus Möhre und Petersilie. Es enthält sehr viele Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Schildkröten lieben die jungen und zarten Blätter als Leckerbissen, später meiden sie die Pflanzen. Sollte man sich entscheiden die Pflanze ins Gehege zu setzen, sollte unbedingt an eine Rhizomsperre gedacht werden, da die Wurzeln sehr weit wuchern.

 

Im Mittelalter wurde der Giersch in Klostergärten angepflanzt und studiert. Im alten Rom galt die Pflanze als Nahrung der Soldaten. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die Pflanze von Nicolaus Culpeper in einem Kräuterbuch berücksichtigt und im 19. Jahrhundert dann als Heilpflanze genutzt, da es bei Rheuma und Gicht Anwendung findet. Sie hat eine abführende und entwässernde Wirkung, regt die Verdauung an und wirkt entzündungshemmend. Daher wird sie auch bei Blasenentzündung, Durchfall, Übergewicht und Verdauungsschwäche angewendet. Der wissenschaftliche Name ist Aegopodium podagraria. Bei Sonnenbrand oder einem Insektenstich gibt man die zerstoßenen Blätter auf die Stellen, da sie die Entzündung hemmen und durch die Kühlung der Haut, diese beruhigt.

 

Durch Johann Künzle, einem bekannten Kräuterpfarrer, wurde sie in unsere Zeit gebracht. Er riet dazu diese bei Zahnschmerzen, Husten und Krampfadern zu verwenden.

 

Auch heute finden diverse Rezepte Anwendung. Beispiele hierfür sind: Limonade, Gierschsuppe, Gierschsalat bei Rheuma oder Magen-Darm-Probleme und Harnwegserkrankungen

 

Wichtig ist, dass der Giersch auch sehr giftige Doppelgänger hat, wie den Schierling. Daher sollten sich Sammler den Spruch „Drei, drei, drei, bist beim Giersch dabei.“ Merken. Der Blattstielquerschnitt ist dreieckig, das Blatt und die Einzelblätter sind dreigeteilt. Zudem weist die Pflanze einen petersilienartigen Geruch auf.

 

Quellen:

kostbarenatur.net/anwendung-und-inhaltsstoffe/giersch/

http://heilkraeuter.de/lexikon/giersch.htm

http://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/giersch.htm

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