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06_2017 – Die wilde Malve

Die wilde Malve

 

Die wilde Malve ist eine vielseitig verwendbare Heilpflanze, da die antibakterielle Wirkung aufweist. Sie wird zur Reizmilderung bei entzündeten Ekzemen, Entzündungen im Mund- und Rachenraum, sowie bei Kehlkopf- und Stimmbänder eingesetzt. Zudem findet sie Anwendung bei Erkältungen, Bronchitis, Magen- und Schleimhaut-, aber auch Lungenbeschwerden.

Äußerlich eignet sie sich bei Insektenstichen, Juckreiz, Neurodermitis, Akne und bei trockener Haut.

Im 16. Jahrhundert waren viele Ärzte der Meinung, die Malve wäre ein Universalheilmittel und rieten zur täglichen Einnahme der Pflanze. Denn die „Malve im Gemüsegarten, lässt den Doktor draußen warten.“

Weitere Namen für die wilde Malve sind Päppel, Hasenpappel, Käsekraut, Käseköpfe, Katzenkäse, Zuckerplätzchenkraut, Krallenblume, Wessig, Hanfpappel, Mohrenmalve oder Pissblume. Der Name Pappel hat allerdings nichts mit dem Baum zu tun, er leitet sich von dem Wort Papp ab, welches die Bedeutung Brei trägt, da der Malvenbrei kranken Kindern früher als Stärkung diente. Pissblume kommt nicht etwas von einer harntreibenden Wirkung, sondern vielmehr daher, dass die Pflanze als Schwangerschaftstest verwendet wurde. Hierzu urinierte die Frau auf die Pflanze. Verwelkte diese nach einigen Tagen, so lang keine Schwangerschaft vor, blieb die Pflanze jedoch weiterhin grün, war dies ein Beweis für eine Schwangerschaft.

 

Der optimale Standort der wilden Malve ist sonnig mit eher kalkhaltigen  und nährstoffreichen Böden. Eine kurzzeitige Trockenphase kann die Pflanze durchaus vertragen. Optisch kann sie auch mit der Weg-Malve verwechselt werden, die ebenfalls zu den Malvengewächsen gehört.

Egal ob wilde Malve, Bechermalve oder Stockmalven, Schildkröten lieben diese Pflanzen. Die Blätter, vor allem aber die Blüten werden sehr gern gefressen. Damit die Pflanze eine Überlebenschance hat, rate ich dazu, sie auch außerhalb des Geheges einzupflanzen, da sie sonst sehr schnell gefressen wird.

Die Pflanze enthält Kalium, Gerbstoffe, Flavoide, einige Schleimstoffe und Farbstoffe. Wie immer gilt deshalb: Bitte auf eine abwechslungsreiche Ernährung achten.

 

Quellen:

https://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/Malve.html

http://www.heilpraxisnet.de/naturheilkunde/wilde-malve/